Kampagne

 

In den Krisengebieten unserer Erde sind - nach Schätzung des UNHCR - 40.000.000 Menschen auf der Flucht oder in einer fluchtähnlichen Situation. Die meisten Flüchtlinge überwinden nicht einmal die ersten Grenzen. Nur ein Teil erreicht die unmittelbaren Nachbarstaaten, die jedoch nicht die Kapazitäten für die Aufnahme einer großen Zahl von Flüchtlingen haben. Oft bleiben sie dort für viele Jahre in überfüllten Flüchtlingslagern, ohne jede Perspektive auf Rückkehr oder einen Neuanfang.

Der Weg nach Europa ist den Flüchtlingen verstellt. Die Hürden sind nahezu unüberwindbar. Die Fluchtwege sind weit, teuer und gefährlich. Tausende versuchen es trotzdem und sterben auf der Flucht.

 

Was wäre, wenn…

…   wir nicht mehr tatenlos zuschauten?

… wir tatkräftig zeigen würden, dass uns das Schicksal der Flüchtlinge dieser Welt nicht gleichgültig ist?

… wir Menschen aus den Lagern und Notsituationen heraus nach Deutschland holen würden?

… wir uns beteiligen an der…

 

Save-me Kampagne

Die Save-me Kampagne wird von einem breiten Bündnis von PRO ASYL mit dem Flüchtlingshochkommissariat der Vereinten Nationen (UNHCR), Wohlfahrtsverbänden, Kirchen, Menschenrechts-, und Flüchtlingsorganisationen unterstützt.

Die Idee von Save-me ist es, in den Städten und Gemeinden eine „Bewegung von unten“ zu initiieren, mit dem Ziel, dass besonders schutzbedürftige Flüchtlinge aus den Krisenregionen heraus nach Deutschland geholt werden.

Dieses Verfahren wird in der Fachsprache Resettlement (Neuansiedlung) genannt und bedeutet die dauerhafte Aufnahme von besonders schutzbedürftigen Personen aus Krisenregionen durch sichere Staaten. 

Seit vielen Jahren stellen z.B. Staaten wie die USA, Kanada, Australien, Schweden, Dänemark oder die Niederlande jährliche Quoten für die Aufnahme von Flüchtlingen bereit. 
Am 10.12.2011, dem Tag der Menschenrechte haben die Innenminister von Bund und Ländern nun auch die kontinuierliche Beteiligung Deutschlands am Resettlement beschlossen.

Jede/r interessierte Bürger/in ist eingeladen, sich an der Kampagne zu beteiligen!

 

Und wie soll das gehen?

Mit der öffentlichen Unterstützung der Save-me Kampagne soll das Bekenntnis zu einer anderen Flüchtlingspolitik von möglichst vielen Botschafterinnen und Botschaftern getragen werden. Mit der kontinuierlichen Aufnahme von Flüchtlingen aus Kriegs- und Krisengebieten könnte eine Wende in der bisherigen restriktiven bundesdeutschen und europäischen Flüchtlingspolitik erreicht werden. Resettlement ist nicht die Generallösung für die weltweite Flüchtlingsproblematik, aber sie ist ein wichtiger Teil davon. Auch kann und darf es das Asylrecht nicht ersetzen, sondern soll es ergänzen.

 

Warum Leverkusen?

„Leverkusen hat eine lange Zuwanderungs- und Integrationstradition. Erst durch die Einwanderung von Menschen aus den verschiedenen Regionen Deutschlands, Europas und der Welt hat sich der Raum Leverkusen zu einer Stadt entwickelt. Es hat in unserer Stadt eine lange – erfolgreiche – Tradition, dass die neuzugewanderten und alteingesessenen Bürgerinnen und Bürger zusammenwachsen und gemeinsam die Zukunft gestalten“

aus: Ratsbeschluss vom 27.06.2009: Leverkusen – Stadt der Integration

 

 

Bereits am 21.02.2011 hat der Rat der Stadt Leverkusen die Unterstützung der Ziele der Save-me-Kampagne beschlossen und an die Bundesregierung appelliert, sich verantwortungsvoll und konsequent am internationalen Flüchtlingsschutz zu beteiligen. Zugleich hat Leverkusen auch seine Bereitschaft erklärt, besonders schutzbedürftige Flüchtlinge in Leverkusen dauerhaft aufzunehmen und bestmöglich bei der Integration zu unterstützen. Mit dem Beschluss der Konferenz der Innenminister sind nun die tatsächlichen Voraussetzungen zur Flüchtlingsaufnahme geschaffen worden.